Die Aquarellmalerei, die Malerei mit wasserlöslichen Farben, gehört mit zu den ältesten Maltechniken.
Die kontinuierliche Entwicklung der Aquarellmalerei, d.h. insbesondere die Verwendung
lasierender Farben, beginnt um das 9. Jahrhundert
nach Christi.
Vorreiter der neuzeitlichen Aquarellmalerei
gilt Albrecht Dürer (15. bis 16. Jahrhundert) mit seinen
Tier-, Landschafts- und Pflanzenstudien. Dank seiner
Arbeiten erfuhr die Aquarellmalerei, die bis dato meist zu
Studienzwecken oder zur Vorbereitung von Ölgemälden verwendet wurde, eine deutliche Aufwertung.
Den großen
Durchbruch erlebte sie im 18. Jahrhundert, als Maler wie
William Turner begannen, nicht nur Zeichnungen
mit den wasserlöslichen Farben
auszugestalten, sondern Bilder
direkt auf dem Malgrund zu entwickeln.
Die einfachste Möglichkeit, Aquarellfarben zu vermalen, ist der nasse Farbauftrag auf trockenem Papier. Dabei trocknet ein sehr nasser Farbauftrag in einer unterschiedlichen Weise als ein fast trockener Auftrag. Eher trocken aufgetragene Farbe bewirkt eine ungleichmäßige, inhomogene Farbpartie, da sich die Farbe ungleichmäßig auf dem Papier verteilt und eine Art Textur entsteht.
In die immer noch feuchten Anteile kann man immer noch andere Farben hineinmalen und diese Technik wird auch als Variante der Nass-in-Nass-Technik gesehen, wobei der eigentlich Begriff durch das Malen auf feuchtem Untergrund definiert ist. Die Nass-in-Nass-Technik wird auch als höchste Kunst der Aquarellmalerei gesehen.